Cajon Pass, San Bernardino, Rialto, Fontana, Rancho Cucamonga, Azusa, Monrovia – LA Suburbs

In Victorville sind wir am Exit 150 auf die I-15 South gefahren. Nach neun Meilen, am Exit 141 kann man die Interstate verlassen und einen Besuch im Outpost Cafe einlegen. Da das Café Teil einer großen Rastanlage ist, gibt es romantischere Plätze für die Lunchpause, aber wenn man mal drin ist, sieht es ganz ordentlich und 66-mäßig aus.

01 outpost-3

02 outpost-2

Weiterlesen

Helendale, Oro Grande, Victorville – We Almost Made It

Kurz hinter Barstow schwenkt die Route 66 in südwestliche Richtung. Wir passieren Lenwood. Die folgenden Meilen bis Helendale und Oro Grande stellen ein sehr ursprüngliches Stück Route 66 dar. Allerdings sind fast alle Gebäude und Geschäfte, die einst von der 66 profitierten, entweder ganz verschwunden oder präsentieren sich in den unterschiedlichsten Stadien des Verfalls. Man könnte dieses Stück 66 fast als langweilig bezeichnen, verläuft es doch durch eine eher karge und nicht sehr abwechslungsreiche Wüstenlandschaft. Aber bald haben wir’s geschafft.

01 hinter-barstow

Weiterlesen

Daggett, Barstow – Stay Away From The Interstate

Hinter Newberry Springs unterquert die Route 66 die Interstate und nimmt als National Trail Highway Kurs auf Daggett.

01 daggett-4

Daggetts ehemalige Bedeutung hängt mit den vielen Silber – und Boraxminen in dieser Gegend zusammen. Das Städtchen mausert sich zum Zentrum für Minenbedarf und versorgt vor allem die Arbeiter in den nahegelegenen Calico Mountains. Aber auch bis zum Death Valley reichen die Geschäftsbeziehungen von Daggett aus. Das geht bis ins frühe 20. Jahrhundert so. Einige der Gebäude aus jener Zeit säumen heute noch die Straßen u.a. das Stone Hotel. Zu den Gästen des um 1870 erbauten Hotels zählen so unterschiedliche Typen wie John Muir und Wyatt Earp.

Weiterlesen

Newberry Springs – What A Movie Location!

Ab Ludlow eröffnen sich wieder zwei Möglichkeiten der 66 nach Westen zu folgen. Die erste – und empfehlenswertere – führt über die Interstate, der wir bis zum Exit 33 (Hector Road) folgen. Dort bitte rausfahren, die I-40 unterqueren (links) und rechts auf den National Trails Highway, der die Route 66 ist, einbiegen. Die Straße führt vorbei an einigen Überbleibseln auf der linken Seite, ehemalige Mobile Homes, ein alter Camper (Vorher-Nachher Fotos), die eigentlich nur noch aus Schrott bestehen, geradewegs nach Newberry Springs, unserem nächsten Must Stop.

01 hector-rd-2

02 hector-rd

Weiterlesen

Bagdad, Siberia, Ludlow – Mojave Ghosts

Die 66 überquert am Ortsende von Amboy die Eisenbahnlinie, so dass wir die Güterzüge, die hier ja fast laufend durch die Wüste rattern, jetzt zur Rechten haben. Vorbei geht‘s am Amboy Crater, einem auffälligen Vulkankegel, zu unserem nächsten Stopp: Bagdad. Nanu, werden sich viele fragen, hier ist ja gar nix. Stimmt, es ist nichts mehr übrig vom alten Bagdad an der Route 66.

01 bagdad tree

03 bagdad-2

Ein einzeln stehender Baum markiert die Stelle, an der einstmals eine kleine Siedlung existierte. Übrigens die Heimat des eigentlichen, ursprünglichen Bagdad Cafe, auf das wir später zurückkommen werden. Heute ist Bagdad nicht mehr als ein Name auf einer ausgebleichten Landkarte.

Weiterlesen

Goffs, Fenner, Essex, Danby, Cadiz Summit – The Mojave Desert

Von Needles aus stehen wieder zwei Route 66 Varianten zur Wahl. Die schnellere führt über die Interstate (das ist der Verlauf, den die Straße nach 1931 genommen hat) bis zum Exit 115 (Mountain Springs Road). Dort rausfahren und auf den National Trail Highway. Dazu die Interstate nach links überqueren. Von hier sind es elf Meilen bis nach Essex, wo sich die beiden Varianten wieder treffen.

01 goffs-2

Weiterlesen

Needles, California Heat

California or bust! Ein regelrechter Schlachtruf für so unendlich viele Reisende auf ihrem Weg nach Westen. Die Route 66 ist die Straße ihrer Wahl, denn es gibt nicht viele andere Möglichkeiten. Die Okies und unzählige andere aus dem mittleren Westen, die der Dust Bowl entfliehen in der Hoffnung auf eine neue Heimat in den fruchtbaren Tälern des Westens, Jungtalente oder solche, die es einmal werden wollen, auf dem Weg nach Hollywood, die Filmgrößen jener Zeit immer vor Augen, Familien, die mit ihren Kindern von den Fun Parks in Los Angeles oder San Diego gelockt werden oder von den rauen, aber wunderschönen Küsten im milden Klima. Es herrscht reger Betrieb auf der 66 in jenen Zeiten. Doch bevor die ersehnten Ziele erreicht werden, gilt es, die Wüste zu durchqueren. Mag das für uns heute ein Klacks sein, für die 66ler der frühen Jahre ist es das nicht. Die Automobiltechnik gerät an ihre Grenzen, schon die gerade hinter uns liegenden Black Mountains stellen hohe Anforderungen an die Vehikel der hoffnungsvollen Westreisenden. Nicht umsonst sprießen die Service Betriebe an der 66 wie Pilze aus dem Boden. In den 1950ern und 1960ern wird es langsam besser, doch auch zu jener Zeit röchelt so manch bulliges V8 Triebwerk in den Bergen oder in der Wüste sein Leben aus. Und manchmal dauert es lange bis der Abschleppwagen kommt. Sehr lange. All das besorgt uns heute eher nicht mehr. Im klimatisierten SUV zockeln wir in gemütlichem Tempo durch die Hitze. Und die kann Rekorde erreichen, vor allem in unserem nächsten Ziel. Needles gilt gemeinhin als die heißeste Stadt in Kalifornien. Werte über 100 Fahrenheit sind die Regel, auch 115 erlebt man schon mal, 2013 sind es sogar 123 – der bisher absolute Rekord.

Nachdem wir also die kalifornische Grenze auf der Colorado Brücke überschritten haben, führt uns der Weg noch ein paar Meilen über die I-40, die wir am Exit 148 wieder verlassen, die Interstate nach links überqueren und die 5 Mile Road unter die Räder nehmen. Wir sind wieder auf der echten 66. Nach knapp zwei Meilen treffen wir auf den Highway 95, der uns nach vier weiteren Meilen als Broadway Street nach Needles bringt.

Das ist die eine Möglichkeit, aber es gibt noch ein älteres 66 Alignment, das man als kleinen Abstecher ins Programm nehmen sollte. Dazu verlassen wir die I-40 schon am Exit 153, also an der nächsten Ausfahrt hinter der Colorado Brücke. Dort auf die Park Moabi Road nach Norden, über die Eisenbahnschienen. Man trifft auf den National Trails Highway. Vor uns liegt der Mohave Regional Park. Jetzt rechts abbiegen. Wir nähern uns nun wieder dem Colorado und den im vorigen Kapitel erwähnten Brücken. Zwei davon (die I-40 und die Eisenbahn) unterqueren wir. Warum kurven wir eigentlich hier herum, könnte man fragen. Die Brücken haben wir ja eh schon gesehen. Die Brücken schon, aber unser Ziel ist ein anderes. Das große Route 66 WELCOME Schild wollen wir noch mitnehmen. Und das findet sich hier hinter einer Rechtskurve des National Trails. Und es ist sicher ein Erinnerungsfoto wert. Mit Selfie oder ohne.

01 welcome-sign

Weiterlesen

Yucca, Cool Springs, Oatman, Topock – From The Desert To The Mountains

… und dann geht‘s in die Berge. So hatten wir das letzte Kapitel beendet. Tja, oder auch nicht. Jedenfalls nicht sofort. Denn da gibt es ja noch das Alignment nach und über Yucca. Diese Streckenführung geht auf das Jahr 1952 zurück. Eigentlich sollte die 66 schon zu Anfang auf diesem Weg Richtung Kalifornien führen, aber die Goldminen von Oatman sind zu verlockend, so dass man der schwierigeren Strecke durch die Berge den Vorzug gibt. Auch wenn die damaligen Schnauferl in den bergigen Serpentinen heftig zu ächzen haben. Als es mit Oatman bergab geht, entschließt man sich in besagtem Jahr 1952 die 66 durch die öde, aber eben flache Wüstengegend östlich und südlich um die Black Mountains herum zum Colorado zu führen. Womit die einzige halbwegs erwähnenswerte Ansiedlung an dieser Strecke – Yucca eben – einen unerwarteten Aufschwung nimmt. Vorher war hier nicht viel los.

03 yucca-3

Weiterlesen