Amarillos Ghost-Hotel – The Herring

Wer auf der legendären Route 66 durch die Weiten Amerikas unterwegs ist, den verschlägt es unweigerlich auch nach Amarillo. Und wer eine Vorliebe für deftige Steaks hat, ist hier gut aufgehoben, denn nicht weniger als ein Viertel des amerikanischen Bedarfs wird in dieser Stadt im texanischen „Panhandle“ und in ihrer Umgebung erzeugt. Und die Route 66 führt mitten hindurch. 

Man muss schon ein eingefleischter Spurensucher sein, um unser heutiges Zielobjekt im Rahmen einer Route 66 Tour zu finden, bzw. es mit der „Mother Road“ in Verbindung zu bringen. Und doch, das Objekt liegt an einem ehemaligen Stück der 66 mitten in Amarillo. Beziehungsweise irgendwie „dazwischen“. Amarillos Stadtväter der 1930er Jahre gefiel es, die Streckenführung der 66 durch die Innenstadt mehrmals zu ändern. Schließlich endet das Ganze in zwei Einbahnstraßen, die das Herring Hotel – denn das ist unser Zielobjekt – rechts und links passieren.  Zu übersehen ist das riesige Gebäude an der SW3rd und Pierce Street allerdings nicht. 13 Stockwerke hoch dominiert das Bauwerk seine Umgebung.  

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Los Cerrillos, New Mexico

Kann man einen Ort, der noch über 200 Einwohner hat, als Ghost Town bezeichnen? Eigentlich nicht, aber wie das so ist in Amerika, werden alte, teilweise verlassenen Städtchen dieser Art gern als Geisterstädte bezeichnet. So ist das auch mit Los Cerrillos in New Mexico. 

Wer auf der Interstate 40 oder auf der Route 66 von Albuquerque aus in östlicher Richtung unterwegs ist, erreicht Los Cerrillos über den Highway 14, der kurz hinter Tijeras nach Norden abzweigt. Die Strecke ist sehr beliebt, weil an der 14 noch ein paar weitere sehenswerte Orte zu finden sind. Das Künstlerstädtchen Madrid zum Beispiel, das wir in einem anderen Kapitel ausführlich beschreiben werden. 

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Übernachten an der Route 66 – Earl’s Motor Court, Winslow, Arizona

Earl’s Motor Court ist ein wahres Route 66 Motel. Es wurde in der „Prime Time“ der Route 66 im Jahr 1953 eröffnet. Damals noch unter dem Namen Marble Motel, benannt nach ihren Besitzern Rex und Lillian Marble. Fast 20 Jahre verblieb es in deren Händen. 1974 kauften Lee und Floranel Earl das Anwesen und renovierten es gründlich. Das Geschäft im Earl’s Motor Court – so der neue Name – lief prächtig. Bis … ja bis die Interstate fertig gestellt wurde und der Betrieb an der Route 66 fast zum Erliegen kam. Earl’s Motor Court teilte dasselbe Schicksal wie so viele andere Motels an der Route 66.

Lee und Floranel blieb nichts anderes übrig als in ihren früheren Berufen zu arbeiten. Lee als Fotograf, der sein Studio in einem der Motelzimmer einrichtete. Seine Frau eröffnete in einem weiteren Zimmer einen kleinen Friseursalon.

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