Pasadena, Los Angeles, Santa Monica – End of Trail

Die Beschreibung der Strecke durch Pasadena und Los Angeles ist reichlich kompliziert. Zudem gibt es mehrere Möglichkeiten. Sehenswertes ist kaum noch zu finden, man fährt durch eine riesige Stadt mit dem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Geduld ist also angesagt.

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Erwähnen möchten wir allerdings das Saga Motor Hotel am East Colorado Boulevard, der hier in Pasadena die Route 66 ist. Eine Übernachtung dort, nachdem man in LA angekommen ist oder bevor man von dort abfliegt, würde zeitlich passen. Wir können das Hotel empfehlen. Und da es direkt an der 66 liegt, ist es auch bei den „Roadies“ beliebt.

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Das Routing knickt an der Kreuzung mit dem Arroyo Parkway nach Süden (links) ab. Nach einigen Blocks wird der Arroyo zum Freeway 110, der Verkehr wächst rasant. Am besten man bleibt in der mittleren Spur und lässt sich bis zum Exit 24B spülen. Hier rausfahren – in Richtung Sunset Boulevard – kurz darauf den Freeway 110 nach links überqueren und auf die Figueroa Street fahren. An der nächsten Ampel rechts auf den Sunset Boulevard abbiegen, der uns nach Los Angeles hinein bringt. Nach drei Meilen auf die Manzanita Street nach links abbiegen – die Ecke ist tricky, da es keine Ampel gibt – und man landet auf dem Santa Monica Boulevard. Das hört sich doch schon mal gut an. Wer eine Pause machen möchte, dem empfehlen wir das Cafe 50‘s zwischen Federal und Barry Avenue. Der Name sagt alles, dementsprechend sieht es drinnen auch aus. Hat was.

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Jetzt geht es immer weiter mehr oder weniger geradeaus durch Hollywood und Beverly Hills. Wir sind also mitten in LA. Wir verzichten hier auf eine Beschreibung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten, sondern konzentrieren uns, wie wir das ja auch anfangs in Chicago getan haben, auf den Verlauf der Route 66.

Groß anhalten und fotografieren kann man hier eh nicht, der Verkehr ist megamäßig, egal zu welcher Tageszeit man das Pech hat, hier durch zu müssen. Weiter also Richtung Westen, man könnte sicher das Meer schon riechen, wenn man nicht von den Abgasen der LA Blechlawine umgeben wäre. Nachdem wir die I-405 unterquert haben, befinden wir uns schon fast in Santa Monica und damit dem Ziel der langen Reise. Eine kleine Fiesheit gibt es noch. Die kommt nach der Ecke 9th Street. Jetzt bitte links einordnen und auf den jetzt folgenden Lincoln Boulevard abbiegen. Von dieser Ecke sind es noch 666 Meter (!) bis zum Ende der Route 66! Dem WIRKLICHEN Ende der 66. Die legendäre Straße endet an der Kreuzung mit dem Olympic Boulevard. Es deutet nichts, aber auch gar nichts darauf hin, dass an dieser langweiligen Straßenecke die Mother Road zu Ende ist.

Aber natürlich gibt sich ein gestandener 66 Roadie damit nicht zufrieden. Deshalb hat man sich etwas Attraktiveres einfallen lassen. Die Route 66 Alliance of California und die Santa Monica Pier Restauration Corp. tun sich zusammen und erklären im Jahr 2009 den Santa Monica Pier zum offiziellen Ende der Route 66.

Die Pressemitteilung von damals:

The official designation of the Santa Monica Pier as the West Coast’s end to Route 66 during the Pier’s centennial year was developed in partnership with the Santa Monica Convention and Visitors Bureau, Route 66 Alliance, 66 to Cali Inc. and the Santa Monica Pier Restoration Corporation to acknowledge a commonly held public perception that the pier was the end of the historic roadway, although never officially recognized.
“This Veterans Day marks the 83rd anniversary of Route 66, and we are proud to on this day unite the nation once again from Illinois to California by commemorating the national link the ‘Main Street of America’ delivered so many years ago,” said Jim Conkle, chair of the Route 66 Alliance, “We believe that unveiling this sign at the iconic Santa Monica Pier today will resonate deeply with those across the country who are passionate about the roadway’s enduring legacy.

The sign’s unveiling was a tribute to a historic and famous sign that read “End of the Trail” that once stood overlooking the Santa Monica Pier during the 1930s. Although long ago disappeared, the sign played a role in creating the national public opinion that the end of Route 66 was at the Santa Monica Pier, even though the official terminus was under debate throughout the road’s history.

Interessant ist der letzte Absatz, in dem erwähnt wird, dass schon in den 1930er Jahren ein End of Trail Schild am Pier stand. Dieses alte Schild ist aber irgendwann unter mysteriösen Umständen verschwunden. Das neue Schild ist eine Replica dieses ursprünglichen End of Trail Schildes. Aufgestellt wird es am 83. Geburtstag der Route 66 im November 2009.

Den Hauptverdienst daran hat der Besitzer des kleinen Giftshops auf dem Pier, Dan Rice. Ihm ist es zu verdanken, dass sich die Stadt Santa Monica bereit erklärt hat, ihren Pier (wieder) zum offiziellen Ende der Route 66 zu erklären, ein Entschluss, den die Stadtväter sicher nicht eine Sekunde bereuen mussten, denn das Touristenaufkommen am Pier steigt und steigt, vor allem aufgrund der vielen Route 66 Reisenden, die natürlich unbedingt das berühmte Foto vom End of Trail Zeichen als Beweisdokument ihrer langen Reise benötigen. Leider haben wir Dan bei unseren Besuchen noch nie in seinem kleinen Laden angetroffen, er ist inzwischen viel in Sachen Route 66 unterwegs. Die End of the Trail Story könnt Ihr im Ganzen hier Klick nachlesen.

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Der Santa Monica Pier ist also ein unbedingtes MUSS. Morgens findet man sogar noch recht günstige Parkplätze, später wird‘s dann schwieriger. Die Touristenströme ergießen sich in den schmalen Boardwalk, der auf den Pier führt. Man kann auch mit dem Auto auf den Pier, aber die Zahl der Parkplätze ist begrenzt. Wir würden das nicht empfehlen. Was gibt es zu sehen? Das End of Trail Schild natürlich. Dan‘s kleine Bude direkt daneben. Jede Menge Restaurants und Andenkenläden. Straßenmusiker. Möwen. Läden aller Art, fancy Sonnenbrillen. Die Schuhe von Forrest Gump. Einen großen Rummelplatz mit Karussell und Achterbahn. Den breiten Sandstrand. Den Pazifischen Ozean. Das ist doch schon mal was.

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Und wenn man auf‘s Meer hinaus blickt, gehen einem vielleicht eine Menge Dinge durch den Kopf. Die vielen Erinnerungen an eine unvergessliche Reise. Eine Reise auf der Mutter aller Straßen, eine Reise entlang der legendären Route 66. Eine Reise durch das reale Amerika, eine Reise aber auch durch die Vergangenheit. Mit allen Umwegen und Schlenkern haben wir fast 4500 Kilometer zurück gelegt. Auch wenn es offiziell nur 3945 Kilometer sind. Doch wir waren ja auch auf dem Santa Fe Loop unterwegs, dem Los Lunas Loop und haben den Abstecher nach Carlinville gemacht. Unsere Reise hat uns durch acht Bundesstaaten geführt. Von den großen Seen bis zum Pazifik. Wir haben viele freundliche Menschen getroffen, die uns ihre Route 66 Geschichte erzählt haben. Vielleicht haben wir auch Abenteuerliches erlebt, Unwetter in Oklahoma, Sandstürme in der Wüste? Kann sein, alles ist möglich entlang dieser einmaligen Reiseroute.

END OF TRAIL

 

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Wir hoffen, dass all denen, die diese 81 Kapitel gelesen haben – im ganzen oder nur teilweise – unsere Reise gefallen hat. Wir hoffen, dass unsere Beschreibungen für potentielle Route 66 Reisende von Nutzen sein werden. Wir werden Neues hinzufügen, sobald wir davon Kenntnis erhalten.

 

Also, auf geht’s zur Mother Road. Get your Kicks on Route 66!

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