Experiencing Joliet

Where are the Blues Brothers? – so haben wir das Kapitel über Joliet überschrieben. Hatte ja auch seine Berechtigung. Damals standen sie nicht auf dem Dach von Reach & Creamy, wo sie eigentlich hingehören. Nun sind sie wieder da. Bevor wir sie besuchen, noch ein paar Bilder aus der Stadt. Es gibt auch hier Murals, wen verwundert das? Dieses hier findet ihr an der Ecke NChicago/Jackson Street. Parken ist übrigens fast überall problemlos.

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Besonders am Fluss, dem Des Plaines River. Von hier kann man leicht einen kleinen Spaziergang durch die Stadt unternehmen. Joliet hat übrigens insgesamt vier Rolling Lift Bridges, wie diese Zugbrücken hierzulande heißen. Die Bilder zeigen eine davon, die Jackson Street Bridge. Wer hungrig ist: Ein paar Blocks nach Süden und in wenigen Minuten per pedes zu erreichen: Der Joliet Route 66 Diner. Vielleicht ganz gut zur Einstimmung, falls man in Chicago Lou Mitchell‘s ausgelassen hat.

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Jetzt geht‘s zu Rich & Creamy. Es ist total ruhig hier heute vormittag. Die Blues Brothers sind zurück gekehrt. Die Eisbude ist geöffnet, also gibt‘s auch ein Sundae. Und ein paar herbstliche Bilder. Gegenüber, bei Dicks, hat sich auch nicht viel verändert. Auto auf dem Dach, Oldtimer vor der alten Garage.

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Am Route 66 Visitor Center and Museum treffen wir uns mit Debyjo (Carroll Erickson), die wir beim letztjährigen Route 66 Festival in Ofterdingen kennen gelernt haben. Sie wohnt in Joliet und ist ein sehr engagiertes Mitglied der Route 66 Community. Gerade ist sie dabei die Miles of Possibility Konferenz hier in Joliet vorzubereiten und zu organisieren. Debyjo hat erkannt, wie wichtig die Route 66 für ihre Heimatstadt inzwischen geworden ist. Eine Menge Leute haben dort Vorträge zum Thema Route 66 gehalten, u.a. Jerry McClanahan (EZ 66 Guide), Jim Hinckley (Autor vieler Bücher) und auch Nick Gerlich, mit wir ja inzwischen zusammen arbeiten. Dazu gab‘s die passende Musik, für die die Road Crew sorgte, DIE Route 66 Band dieser Tage.

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Debyjo nimmt uns mit zum Old Joliet Prison, einer Location, die wir beim ersten Besuch ausgelassen haben. Und hier gibt‘s ja auch den echten Bezug zu den Blues Brothers, denn die Anfangsszenen des Films aus dem Jahr 1980 spielen in und an diesem Gefängnis und wurden hier gedreht. Das Gefängnistor hat sich kaum verändert, ein bisschen grüner ist es…

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Inzwischen ist das alte Gefängnis eine Touristenattraktion geworden, na ja, eine kleine, denn man muss es kennen und zu finden wissen. Aber es kommen doch eine Menge Besucher. Rein darf man leider noch nicht. Aber das ändert sich bald (siehe unten). Das Gebäude wird rund um die Uhr bewacht, wie uns der Wachmann im Bus des Illinois Department of Corrections erzählt. Der Bus steht auf dem Parkplatz. Ellen und Debyjo sind rein und halten ein Schwätzchen. Der Officer erzählt uns von Jugendlichen, die versuchen, ins Gebäude zu gelangen. Einmal hätte es beinahe eine junge Dame erwischt, die zwar reingekommen ist, aber nicht wieder raus, weil sie sich drinnen versehentlich in einer Zelle eingeschlossen hatte. Dumm gelaufen … zum Glück hatte sie ein Handy dabei.

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Wir haben auf der Rückfahrt noch einmal in Joliet Station gemacht. Man sieht es an den Bildern, das Wetter war schlechter. Was Debyjo aber nicht davon abhält, uns noch ein paar Locations zu zeigen, die unter das Kapitel Marodes fallen. Das ehemalige Motel ist nur noch eine Ruine. Man kann aber hingehen und fotografieren. Der Bewohner des Nachbarhauses ist freundlich und hatte nichts dagegen. Ist ja nicht immer so.

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Und wer sich für alte Industrieanlagen interessiert, kann sich die Überreste der alten Eisenwerke anschauen. Solche Industrieruinen sehen ja nicht unbedingt einladend aus, aber wir sind trotzdem mal hingefahren und haben uns das angeschaut, was von dem einstmals so prächtigen Eisenwerk übrig geblieben ist. Inzwischen ist der Ort zu einer Historic Site erklärt worden. Es gibt einen Weg hindurch und erklärende Hinweisschilder. 75 Columbia St.

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Danach noch auf einen Hot Dog. Und ein Root Beer. Brrr… wer mag so was? Aber es gibt nichts anderes bei Hey Hot Dog. Root Beer und Kaffee, aber der war gerade aus. Es gibt nur zwei Tische und die Theke. Hey, Deby, wo hast Du uns da hingeführt? Aber man kann super mit dem Chef und seinen Leuten quatschen. Total nett. Wann hatten die wohl zuletzt Gäste aus Übersee im Laden?

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Ein Jahr ist seit diesem geschilderten Besuch in Joliet vergangen – und es hat sich einiges getan. Das Joliet Prison wird ab dem 25. August 2018 offen für Besucher sein. 20 Dollar kostet die geführte Tour. Hier findet ihr sehr schöne Eindrücke aus dem alten Gefängnis. Auch für Fotografen von Lost Places sicherlich eine tolle Gelegenheit.

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